
Diözesankonferenz geht in finale Abstimmungsphase
Am Freitag und Samstag findet auf Schloss Seggau das zweite und zugleich abschließende Plenartreffen der steirischen Diözesankonferenz statt. Bischof Wilhelm Krautwaschl und rund 150 Teilnehmende beraten weitere Zukunftsschritte für die Diözese Graz-Seckau. Die erste Plenarsitzung fand Ende Jänner statt. Danach wurde in acht Themengruppen weiter an der inhaltlichen und strategischen Ausrichtung der Kirche in der Steiermark gearbeitet.
Konkret geht es dabei u.a. um die Verantwortung der Kirche für die Menschen, das spirituelle Wachstum im Glauben, die Berufung zum Engagement aus Taufe und Firmung, Solidarität mit Benachteiligten, den Dialog über Vielfalt, sowie die Förderung synodal gelebter Verantwortung. Weitere Schwerpunkte sind die Bewahrung der Schöpfung und die Gestaltung von Veränderungen innerhalb der Kirche.
Ergebnis der Beratungen der vergangenen Monate sind acht strategische "Richtungsaussagen", die nun in Seggau nochmals diskutiert und anschließend beschlossen werden sollen. Eine Richtungsaussage ist laut Diözese ein Zwischenschritt "von der Vision hin zu konkreten Zielen und Maßnahmen". Eine solche Aussage sei klar formuliert, aber noch nicht zu spezifisch und habe die gesamte Steiermark im Blick. Konkrete Maßnahmen seien nicht Teil einer Richtungsaussage. Diese beschreibe den gewünschten Zustand im Jahr 2030.
Beim Plenartreffen in Seggau sollen die Richtungsaussagen laut Diözese nach dem Konsent-Prinzip verabschiedet werden. Soll heißen, dass die Inhalte so lange behandelt werden, bis sie von allen mitgetragen werden. Die Beratungsergebnisse werden dann an Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl überreicht. In den kommenden Monaten werden dann verschiedene Gremien weiter über die Ergebnisse beraten.
Die Diözesankonferenz ist eine beratende Versammlung für den Bischof, die in Zukunft alle fünf bis sieben Jahre stattfinden soll. Die rund 150 Teilnehmenden kommen auf Einladung des Bischofs zusammen. Die Veranstaltung ist nicht öffentlich und versteht sich auch als Umsetzung der Ergebnisse der jüngsten Bischofssynode über Synodalität in der Diözese Graz-Seckau.
Quelle: kathpress