
Experten-Tipps: Wie erkennt man seriöse Spendensammlungen
Der Fundraising Verband Austria gibt Tipps, wie man seriöse Mitgliedschaftswerbung und Spendensammlungen von kriminellen Machenschaften unterscheiden kann. Förderwerbung an der Haustür oder auf öffentlichen Plätzen zählt zu den wichtigsten Standbeinen gemeinnütziger Organisationen für die Finanzierung ihrer gesellschaftlichen Leistungen. Berichte von Kriminellen, die unter Vorgabe von Spendensammlungen die Großzügigkeit der Bevölkerung ausnutzen, würden jedoch wachsende Vorbehalte auch gegenüber seriösen Organisationen mit sich bringen, so der Fundraising Verband in einer Aussendung am Dienstag.
Dazu betont Ruth Williams, Geschäftsführerin des Fundraising Verbands: "Lassen Sie sich niemals unter Druck setzen, stellen Sie im Verdachtsfall Fragen zur betreffenden gemeinnützigen Organisation und lassen Sie sich einen Organisationsausweis vorweisen, wenn Sie sich bezüglich der Seriosität einer Unterstützungsanfrage an der Haustür unsicher sind."
Gemeinnützige Organisationen und ihre Dienstleister würden in der Regel langfristige Fördermitglieder werben, die die Organisationen durch einen monatlichen Beitrag unterstützen. Bei der Fördermitgliedschaftswerbung dürfe kein Bargeld angenommen werden. Davon zu unterscheiden sind Bargeldspendensammlungen, die in etlichen Vereinen ebenfalls gängige Praxis sind und im Fokus eines potenziellen Missbrauchs stehen. "Bargeldsammlungen unterliegen rechtlich dem Sammlungsgesetz. Lassen Sie sich im Verdachtsfall daher die Sammlungsbewilligung des jeweiligen Bundeslandes und einen Organisationsausweis zeigen. Damit kann die Echtheit einer Sammlung rasch geprüft werden. Sollte sich ein Betrugsverdacht dadurch erhärten, sollte man sich zeitnah mit einer Personenbeschreibung bei der Polizei und der betreffenden Organisation melden", empfiehlt der Fachverband. Nur so könne Betrugsversuchen auf den Grund gegangen werden.
In Österreich sei eine große Bandbreite an gemeinnützigen Einrichtungen für das Gemeinwohl aktiv, wobei die Vereine einen unterschiedlichen Bekanntheitsgrad hätten. Williams: "Ob Fördermitgliedschaft oder Spendensammlung, es ist jedenfalls ratsam, sich bei einer Anfrage auf der Website der entsprechenden Organisation zu informieren." Zentrale Merkmale für streng geprüfte Spendensicherheit seien vor allem das Österreichische Spendengütesiegel und ein Bescheid der Spendenabsetzbarkeit. Beides sei auf den Webseiten gemeinnütziger Organisationen in der Regel schnell über das entsprechende Logo auffindbar. Ebenfalls könne eine telefonische Rückfrage bei der Organisation Klarheit über die Echtheit einer Anfrage geben.
Für Fragen zu einer spendenwerbenden Organisation oder eventuelle Problemfälle hat die "Qualitätsinitiative Förderwerbung" des Fundraising Verband Austria eine eigene Ombudsstelle eingerichtet, die unter der kostenfreien Hotline 0800-100 382 erreichbar ist. (Infos: www.qualitaetsinitiative.at)
Quelle: kathpress