
Pfarrgemeinderäte: Erster "PGR-Kompass" wird präsentiert
Wie erleben die rund 45.000 Frauen und Männer, die sich österreichweit ehrenamtlich in den Pfarrgemeinderäten (PGR) engagieren, ihre Tätigkeit? Wie schätzen sie die Wirksamkeit der Gremien ein? Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den Diözesen und auf Gemeindeebene? Fragen wie diese waren Gegenstand einer Erhebung im Herbst 2024, an der über 3.100 Pfarrgemeinderätinnen und -räte teilgenommen haben. Die Ergebnisse dieser Befragung wurden in einem "PGR-Kompass" zusammengestellt, der am Dienstag, 1. April, im Rahmen eines "Online-Forums" erstmals präsentiert wird. Dabei wrden u.a. der zuständige Referatsbischof Josef Marketz sowie das die Befragung begleitende Internationale Forschungszentrum Salzburg (ifz) anwesend sein.
Die Themenfelder der Befragung zum "PGR-Kompass" lauteten: Motivation und Zufriedenheit als PGR-Mitglied, Zusammenarbeit im PGR und Leistung des Pfarrgemeinderates, Wertschätzung und Anerkennung für die PGR-Arbeit, Außenwirkung des Pfarrgemeinderates, Glaube und Spiritualität im Pfarrgemeinderat, Zukunft des Pfarrgemeinderates. Die Befragung soll bis zur nächsten PGR-Wahl am 7. März 2027 noch zweimal durchgeführt werden.
Ein erster Blick in die Ergebnisse der Befragung zeigt ein hohes Maß an Zufriedenheit der ehrenamtlich Engagierten - zugleich aber auch vereinzelten Reformbedarf. So würden die allermeisten der Befragten Wertschätzung und Anerkennung erfahren; die Unterstützung durch offizielle diözesane Stellen könne indes ausgebaut werden.
Auch sei die Diversität im PGR groß und wichtig und ein Bewusstsein über notwendige Veränderungen vorhanden - etwa im Blick auf stärkere Projektorientierung und eine flexiblere Zeitgestaltung.
Insgesamt 27.000 Personen wurden 2022 bei den letzten Pfarrgemeinderatswahlen als Vertretung der Gläubigen der mehr als 3.000 Pfarren des Landes gewählt. 39 Prozent der Gewählten gehörten dem für jeweils fünf Jahre bestellten pfarrlichen Gremium zum ersten Mal an. Außer den gewählten gibt es in den Pfarrgemeinderäten auch noch berufene und amtliche Mitglieder, in Summe insgesamt rund 45.000 Frauen und Männer.
(Anmeldungen zur Online-Präsentation: https://forms.office.com/e/EPaDy0iX0y)
Quelle: kathpress