
Wien: Neuer "Schulpreis" will Einsatz für religiöse Vielfalt fördern
Unter dem Motto "You have good ideas - we help good ideas grow" hat der Verein der Freunde religiöser Bildung einen Schulpreis für Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren ausgeschrieben. Der Verein setzt sich dafür ein, Wiener Schulen in ihrem Engagement für einen konstruktiven Umgang mit religiöser Vielfalt zu unterstützen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prävention religiöser Diskriminierung sowie der Förderung eines gewaltfreien und respektvollen Miteinanders. Um die Leistungen der Schulen in diesem Bereich zu würdigen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat der Verein den Schulpreis 2025 ausgeschrieben.
Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert, zusätzlich werden zwei Anerkennungspreise vergeben. Bewerbungen können bis spätestens 16. Juni 2025 an den Verein der Freunde religiöser Bildung eingereicht werden. Die Preisverleihung findet am 22. Oktober in der Wiener Bildungsdirektion statt (Infos: https://religious-education.info/schulpreis/).
Schulpreis im Zeichen der "Wiener Erklärung"
Der Schulpreis wird im Geiste der "Wiener Erklärung: Religionen für ein friedliches Miteinander" verliehen. Diese Erklärung wurde am 9. Jänner 2025 von Oberrabbiner Jaron Engelmayer, IGGÖ-Präsident Ümit Vural und Kardinal Christoph Schönborn im Wiener Erzbischöflichen Palais unterzeichnet. Sie enthält ein klares Bekenntnis zur Ablehnung religiös motivierter Gewalt sowie zur Förderung von Frieden und gegenseitigem Respekt in der Gesellschaft.
Wörtlich heißt es in der Erklärung: "In Wien gibt es eine gute, tragfähige und konstruktive Zusammenarbeit der Religionsgemeinschaften. Sie ist auch Frucht eines langjährigen Dialogs in unserer Stadt. Aus dieser Erfahrung und aus unserer gemeinsamen Verantwortung setzen wir uns für den Frieden ein - in der Überzeugung, dass der Glaube eine kraftvolle Basis für ein friedliches Zusammenleben sein kann."
Die Unterzeichner verurteilen jede Form des Missbrauchs von Religion zur Anstiftung oder Rechtfertigung von Terror und Gewalt. Gleichzeitig sprechen sie sich gegen jegliche Diskriminierung und Bedrohung religiösen Lebens aus: "Wir verpflichten uns, das gegenseitige Verständnis und den Zusammenhalt in unseren Religionsgemeinschaften mit aller Kraft zu stärken", halten die drei fest und weiter: "Wir appellieren an unsere Gemeinden und an alle Menschen, die in Wien leben, sich unermüdlich für den Erhalt des friedlichen und respektvollen Miteinanders in unserer Stadt einzusetzen."
Über den Verein
Der Verein der Freunde religiöser Bildung wurde 2001 gegründet und geht aus dem früheren Verein der Freunde des katholischen Religionsunterrichts hervor. Durch die Erweiterung auf alle Religionen sollte eine Plattform geschaffen werden, die religiöse Bildung in ihrer gesamten Vielfalt fördert. Dementsprechend gehören dem Vorstand Vertreterinnen und Vertreter aller christlichen Konfessionen, der Islamischen Glaubensgemeinschaft sowie der Wiener Oberrabbiner an.
Quelle: kathpress