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Schönborn: Nicht auf Menschen im Globalen Süden vergessen
"Vergessen wir die Menschen im Globalen Süden nicht", hat Kardinal Christoph Schönborn in seiner Freitagskolumne der Zeitung "Heute" (30. Jänner) eingemahnt. Angesichts dessen, dass sich westliche Medien laut einer Studie fast zur Gänze mit Ereignissen aus Industrieländern beschäftigen, wies Schönborn auf das Ungleichgewicht in der Berichterstattung hin, die letztendlich auch das Denken der Menschen bestimme. "Was keine Aufmerksamkeit bekommt, wird sich so schnell nicht ändern", warnte er.
Obwohl im Globalen Süden 80 Prozent der Weltbevölkerung zu Hause sei, handelten nur ca. 10 Prozent der medialen Beiträge von den humanitären Krisen, die sich dort abspielen. Schönborn nannte hier etwa die Hungersnot im Jemen und im Sudan, Umweltkatastrophen in Somalia oder den Bürgerkrieg in Äthiopien, "einer der tödlichsten Kriege des 21. Jahrhunderts". Die Herausforderungen der Menschen im Globalen Süden und der Klimawandel "gehen alle etwas an - spätestens wenn Flüchtlinge nach Österreich kommen", erklärte der Kardinal und betonte: "Wir sind eine Welt."
Quelle: kathpress